Pferde gegen Waldbrände: Las Provincias berichtet über die Yeguada Rafael Peris

Las Provincias berichtet über unsere extensive PRE-Pferdezucht und Waldbrandprävention

Die spanische Tageszeitung Las Provincias hat die Yeguada Rafael Peris in Requena besucht und unserem Modell der extensiven Pferdehaltung einen ausführlichen Bericht gewidmet.

Unter dem Titel „Caballos que luchan contra el fuego“ – Pferde, die gegen das Feuer kämpfen zeigt der Bericht, wie sich unsere naturnahe Aufzucht von PRE-Pferden mit der Pflege großer Naturflächen und der Prävention von Waldbränden verbinden lässt.

Unsere Pferde leben weitgehend in Freiheit und in der Herde auf insgesamt rund 1.420 Hektar Naturfläche. Diese Form der Haltung ermöglicht tägliche Bewegung, natürliches Sozialverhalten und eine Ernährung, die zu einem großen Teil auf den vorhandenen Ressourcen des Geländes basiert.

Gleichzeitig leisten die Tiere einen Beitrag zur Landschaftspflege. Durch die kontinuierliche Beweidung reduzieren sie Gras, krautige Vegetation und damit einen Teil der natürlichen Biomasse, die bei Waldbränden als Brennmaterial wirken kann.

9,6 Tonnen Vegetation pro Monat

In unserem Betrieb rechnen wir mit einem durchschnittlichen Verzehr von etwa 10 kg Trockenmasse pro Pferd und Tag. Bei 32 Pferden entspricht dies rund 320 kg täglich, etwa 9,6 Tonnen pro Monat und theoretisch mehr als 116 Tonnen Trockenmasse pro Jahr.

Besonders interessant ist dabei das Verhalten der Pferde. Sie bevorzugen offene und übersichtliche Flächen. Dadurch halten sie sich häufig in der Nähe von Brandschutzstreifen und anderen offenen Bereichen auf und beweiden diese kontinuierlich. Mit zunehmender Vertrautheit mit dem Gelände bewegen sie sich auch weiter in die angrenzende Vegetation hinein.

Pferdezucht, Tierwohl und Landschaftspflege

Für uns bedeutet Aufzucht in Freiheit nicht, ein Pferd lediglich einige Stunden aus dem Stall zu lassen oder ihm einen größeren Paddock zur Verfügung zu stellen. Unser Ansatz ist grundlegend anders: Die Pferde leben in Freiheit, in sozialen Gruppen und auf großen Flächen.

Dieses Modell verbindet mehrere Ziele miteinander: eine möglichst natürliche Entwicklung unserer PRE-Pferde, kontinuierliches Tierwohl, eine wirtschaftlich nachhaltigere Haltung und gleichzeitig eine aktive Nutzung des Weidetierbestandes zur Pflege des Territoriums.

Unsere Erfahrung mit extensiver Tierhaltung begann bereits vor mehreren Jahren. Zwischen 2022 und 2023 nutzten wir eine erste Gruppe von sechs Stuten in Andalusien, um praktische Erfahrungen über Herdenverhalten, Futter- und Wasserressourcen sowie die saisonale Nutzung großer Flächen zu sammeln. Diese Erfahrungen bilden heute einen wichtigen Teil unseres Managementmodells.

Ein Modell mit Zukunft

Der nächste Schritt besteht darin, die extensive Pferdehaltung mit Ziegen zu ergänzen. Während Pferde hauptsächlich Gräser und krautige Vegetation aufnehmen, können Ziegen stärker auf Sträucher und verholzende Vegetation einwirken. Beide Tierarten können sich daher bei der Landschaftspflege ergänzen.

Unser langfristiges Ziel ist ein System, bei dem das Gelände den Tieren Nahrung bietet und die Tiere gleichzeitig durch die Kontrolle der Vegetation einen Nutzen für das Gelände schaffen. Genau diese Verbindung kann extensive Tierhaltung ökologisch und wirtschaftlich nachhaltiger machen.

Las Provincias hat dieses Modell in Requena vor Ort begleitet und ausführlich darüber berichtet.

Originalbericht lesen: Las Provincias – „Caballos que luchan contra el fuego“

 

 

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